Runaboat "Palatia III" nach Werftaufenthalt
Mein erstes Modellboot, gebaut 2002
Der Rumpf wurde auf Spanten gebaut und mit Mahagonileisten beplankt. Das Deck besteht aus Teak- und Lindenholzleisten.
Vorlage: Eigenkostruktion Maßstab: 1:10
Maße: Länge: 103 cm, Breite: 29 cm, Gewicht: 5,1 KG
Motor: Plettenberg HP 355 BM 25/5 Evolution mit 24 Zellen / 8 LiFePo Zellen
Fotos nach dem Refit Mai/Juni 2007:
Baubeschreibung am Seitenende!
Fotos vor dem Refit von 2002 bis 2007:
Modellbeschreibung "Palatia III":
Baujahr: 2002 und Refit im Mai/Juni 2007
Zwar hatte ich zum Baubeginn noch sehr wenig Modellbauerfahrung, aber dennoch war mir klar, dass Ich während der Bauphase immer darauf achtet musste, dass das Modell nicht zu schwer wird. Als Baumaterial für die Spanten verwendete ich Pappelsperrholz, für die Unterbeplankung 0,6 mm starkem Birkensperrholz und für die Mahagoni- und Teakbeplankung 2 mm starken Leisten, wovon sicher 0,6 mm für das Finish wieder abgeschliffen wurde.
Nach den abgeschlossenenen Holzarbeiten stand erst Schleifen und anschließend die Lackierung an. Ein sehr guter Freund hat sich bereit erklärt, die Lackierung des Boots in seinem Autohaus zu machen. dem Lackierer gehe ich seitdem aus dem Weg, denn damals wusste ich nicht, dass man das Holz vor der Lackierung mit einigen Schichten Epoxydharz überziehen sollte, um eine glatte und nicht saugfähige Fläche zu erhalten. Auch vermeidet man die bei Holz typische Blasenbildung. Zusätzlich verhindert Epoxydharz das mit der Zeit auftretende Absinken der lackierten Oberfläche in kleine Spalten und Poren. Ich glaube der Lackierer hat das Boot mindestens 20ig mal lackiert und geschliffen.... Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.
Die Messingbeschlagteile sind hauptsächlich von der Firma Elde und wurden von einem Freund von mir in seiner Galvanikfirma verchromt.
Fahrversuche vor dem Refit:
Für den Stapellauf wählte ich den Tegernsee. Vom Elektroboot ließ ich das Modell zu Wasser, um bei Problemen dem Modell hinterher fahren zu können. Das Boot fuhr aber entgegen meiner Befürchtung recht passabel. Lediglich aufgrund der Akkupositionierung lag der Bug etwas zu tief im Wasser. Und zusätzlich nahm das Boot über die zweite Sitzreihe recht viel Wasser auf. Ein weiterer Nachteil der zweiten Sitzreihe war der mangelnde Platz im Boot um die Akkus etwas weiter Richtung Heck zu platzieren.
Refit Mai/Juni 2007:
Der Umbau des Boots wurde dann nötig, weil die "Palatia III" im Mai bei einer Ausfahrt auf dem Bodensee intensiven Kontakt mit einer Kiessandbank hatte und sich dabei der Schiffsschraube und dem Ruder entledigte.
Also ersetzte ich als erstes die abgerissenen Teile und dichtetet den Rumpf wieder ab. Zusätzlich brachte ich mehrere Kimmleisten und Abrisskanten an, die für mehr Auftrieb sorgen um das Boot schneller ins Gleiten zu bekommen.
Als Schraube kam diesmal eine Japanische Rennschraube aus Messing mit 37 mm Durchmesser von Herrn Gundert zum Einsatz. Und weil ich ja bereits dabei war, tauschte ich noch schnell den Motor in einen, wie soll es auch anders sein, Plettenberg Typ: 290 BM / 40 / 7 Torque Anzahl Akkuzellen: 4 Akkupacks Li-Ion FePo 04 mit je 6,6 V, und 4.600 mA. Hiermit ergibt sich eine Fahrzeit von ca. 35 Minuten. Ich kann nur sagen, diese Zellen sind einfach unglaublich!
Auch am Innenausbau habe ich einiges geändert. Die Zweite Sitzreihe wurde durch eine Sonnenliege ersetzt. Hierdurch habe ich den Wassereinbruch gestoppt und zusätzlich Platz für die Akkus geschaffen. Das sauberen Nähte auf dem roten Kunstleder hat meine Mutter genäht, dir Mami dafür vielen Dank!
Aber Übermut tut selten gut und das Glück mit dem 290 BM / 40 7 Torque dauerte nur wenige Fahrten, denn eine durch ein Holzstückchen zugesetzte Wasserkühlung führte leider zu einem weiteren Motorschaden.
Na ja, ich hatte ja noch einen Plettenberg 355 BM 25 / 5 im Fundus, den ich eben dann einbaute. Dass dieser Motor nochmals eine deutliche Leistungssteigerung brachte, überraschte mich selbst. Wie sagt man so schön, jetzt ist wirklich richtig Bums dahinter. Diesen Motortyp werde ich bei zukünftigen Booten nach Möglichkeit nur noch verwenden. Im Bürstenbereich geht es kaum besser...































